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Eva-Maria Servatius | Tierverhaltensberaterin | info@discoverdogs.de

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Hunde verstehen Menschen am besten (Max-Planck-Studie)Das Lernverhalten.Die Hundesprache.

 

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Studie

So sind viele Affenarten in der Lage, der Blickrichtung von Artgenossen oder von Menschen auf andere Objekte zu folgen - und auf diese Weise Nahrung einfacher zu finden, Feinde früher zu entdecken oder das Leben innerhalb ihrer Gruppe besser zu beobachten.

Schimpansen können der Blickrichtung von Menschen sogar trotz ablenkender Reize folgen, auch dann, wenn das spezifische Ziel hinter einem Hindernis verschwunden ist. Sie verstehen auch, dass andere Artgenossen dann etwas nicht
sehen können, wenn ihre Sicht durch ein Hindernis verstellt ist. Das sind Belege für ihr weit entwickeltes Verständnis, wie visuelle Wahrnehmung bei anderen funktioniert. Interessanterweise gibt es eine Aufgabe, die
von Primaten nur sehr schlecht gelöst wird. Bei
der so genannten Objekt-Suche versteckt ein Wissenschaftler etwas Futter in einem von zwei lichtundurchlässigen Gefäßen. Der Affe kann nicht sehen, wo das Futter versteckt wird. Ihm wird nur erlaubt, eines der Gefäße aus-zuwählen.Doch bevor der Affe mit dieser Aufgabe beginnt, gibt ihm der Forscher mit Zeichen zu verstehen, wo sich das Futter befindet, sei, dass er genau in diese Richtung schaut, dorthin zeigt, das richtige Gefäß berührt oder darauf irgendein Zeichen legt. Die Mehrzahl der Primaten kommt mit dieser Aufgabe nicht gut zurecht, und die wenigen, denen es eventuell doch gelingt, brauchen Dutzende von Versuchen dafür.

Hingegen zeigen die gleichen Tests bei den meisten Haushunden (Canis familiaris), dass diese die verschiedensten Hinweise des Menschen gut „lesen“ können. Die Hunde sind sogar dazu fähig, ihnen unbekannte Gesten richtig zu interpretieren, zum Beispiel, wenn der Forscher etwas auf das richtige Gefäß legt. Auch in wesentlich schwierigeren Tests sind sie erfolgreich, beispielsweise wenn ihr Trainer auf das richtige Gefäß zeigt und gleichzeitig auf das falsche zugeht, oder wenn ihnen die Hinweise statisch gegeben werden: Beispielsweise kommt der Hund in einen Raum und sieht dort einen Menschen oder einen Artgenossen, der schon in die richtige Richtung schaut oder zeigt.

Vielen Hunden gelang es, diese Aufgaben schon beim ersten Versuch zu lösen. Lerneffekte spielten dabei keine Rolle.

Im Mittelpunkt dieser Tests steht die Frage: Wie haben Hunde ihre Fähigkeit, Hinweise eines Menschen verstehen zu können, tatsächlich erworben?

Dazu gab es bisher drei Hypothesen:
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„Hunde verstehen Menschen am besten“.
Eine Max-Planck-Studie.



// Hunde sind geschickter als Menschenaffen, wenn es darum geht, Signale des Menschen richtig zu interpretieren und beispielsweise verstecktes Futter zu finden. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Harvard University, Cambridg /USA, jetzt herausgefunden. Im Gegensatz dazu verfügen Wölfe, die von Menschen aufgezogen worden sind, nicht über diese Fähigkeiten, sehr wohl aber nur wenige Wochen alte Hundejunge, selbst wenn sie kaum Kontakt mit Menschen hatten. Diese Befunde belegen, dass Hunde ihre Fähigkeit, in einzigartiger Weise mit Menschen zu kommunizieren, nicht stammesgeschichtlich von den Wölfen geerbt oder individuell erst im Verlauf ihres Lebens erworben haben, sondern im Ergebnis ihrer permanenten Selektion durch den Menschen während ihrer Domestizierung (Science, 22. November 2002).

Jüngste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Primaten über eine Reihe ausgezeichneter sozial-kognitiver Fähigkeiten verfügen, um Gesten oder Hinweise von anderen zu verstehen.